Die Arbeit im eigenen Garten gehört für viele Vereinsmitglieder zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen. Ob Beete pflegen, Hecken schneiden oder gemeinsam das Vereinsgelände gestalten – der Aufenthalt im Grünen fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Gleichzeitig sollten Gartenfreunde die Zeckengefahr nicht unterschätzen.
Zecken fühlen sich auch im Garten wohl
Zecken kommen nicht nur in Wäldern vor. Sie finden auch in naturnahen Gärten, an Hecken, in hohem Gras, unter Sträuchern und in feuchten, schattigen Bereichen ideale Lebensbedingungen. Dort warten sie auf vorbeikommende Menschen oder Tiere, um sich festzusetzen.
Besonders aktiv sind Zecken von Frühjahr bis Herbst. Bei milden Temperaturen können sie jedoch nahezu das ganze Jahr über auftreten.
Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
Zecken können Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Zu den wichtigsten Erkrankungen gehören:
Borreliose
Borreliose wird durch Bakterien verursacht und zählt zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle, Fieber, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen können erste Anzeichen sein. Eine frühzeitige ärztliche Behandlung ist wichtig.
FSME
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die das Nervensystem befallen kann. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, die insbesondere in ausgewiesenen Risikogebieten empfohlen wird.
So schützt ihr euch bei der Gartenarbeit
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko eines Zeckenstichs deutlich verringern:
- Tragt möglichst lange Hosen und geschlossene Schuhe.
- Wählt helle Kleidung, auf der Zecken leichter zu erkennen sind.
- Nutzt bei Bedarf Zeckenschutzmittel.
- Vermeidet unnötigen Kontakt mit hohem Gras und dichtem Unterwuchs.
- Kontrolliert nach der Gartenarbeit den gesamten Körper auf Zecken.
- Untersucht auch Kinder und Haustiere sorgfältig.
Zecke entdeckt – was nun?
Eine Zecke sollte möglichst schnell entfernt werden. Nutzt dafür eine Zeckenzange, Zeckenkarte oder eine feine Pinzette. Fasst die Zecke direkt über der Haut und zieht sie vorsichtig heraus. Anschließend sollte die Einstichstelle desinfiziert werden.
Beobachtet die Stelle in den folgenden Wochen. Bildet sich eine ringförmige Rötung oder treten Beschwerden wie Fieber oder Gelenkschmerzen auf, solltet ihr unbedingt ärztlichen Rat einholen.


Gemeinsam aufmerksam bleiben
Unser Gartenverein lebt von der Freude an der Natur. Mit etwas Aufmerksamkeit und den richtigen Vorsichtsmaßnahmen können alle Mitglieder die Gartensaison sicher genießen. Denkt nach jedem Aufenthalt im Garten an eine kurze Zeckenkontrolle – sie dauert nur wenige Minuten und kann einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten.
Wichtige Informationen
Die 👉Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA)👈 hat gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zwei Informationsflyer zu den Themen „Zecken“ sowie „Asiatische Tigermücke“ veröffentlicht.
Wir möchten Euch auf diese wichtigen Informationen aufmerksam machen und raten euch, diese zu lesen.
Gerade Kleingärtnerinnen und Kleingärtner halten sich häufig im Freien auf und sind dadurch verstärkt Zeckenstichen ausgesetzt.
Zudem breitet sich die Asiatische Tigermücke zunehmend auch in Deutschland aus. Die aggressive, tagaktive Mückenart kann verschiedene tropische Krankheitserreger übertragen und findet insbesondere in Kleingartenanlagen günstige Brutbedingungen, beispielsweise in wassergefüllten Untersetzern, Gießkannen oder Vogeltränken.
Eine frühzeitige Erkennung und Meldung möglicher Vorkommen ist wichtig, um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Der wirksamste Schutz gegen die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke besteht darin, stehende Wasseransammlungen konsequent zu vermeiden.




