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Jetzt ist Saat- und Pflanzzeit

Im Frühsommer ist die letzte Gelegenheit im laufenden Gartenjahr noch einmal Schnittsalat, Kopfsalat, Kohlrabi, Möhren und Blumenkohl zu säen. Der 21. Juni ist ein wichtiger Termin zur Aussaat von Chinakohl, Endivien und Fenchel. Werden diese Gemüse vor dem 21. Juni gesät, erhalten sie zur Tagundnachtgleiche einen zu hohen Lichtreiz und bilden einen vorzeitigen Blütenstand aus. Sie „schießen“. Das Gemüse wird holzig und bringt keinen Ertrag mehr.

Ernten und Säen

Knoblauch, der im vergangenen Jahr gepflanzt wurde, kann ausgegraben werden, wenn die Blätter gelb werden. Gebündelt kann er unter einem Dach getrocknet werden und hält sich so bis in den Winter. Die Dauergemüse grüner Spargel und Rhabarber werden nur bis zum Johannistag am 24. Juni beerntet. Die Pflanzen können sich danach erholen, um auch im kommenden Jahr wieder gute Ernte zu bringen. Bei den meisten Rhabarbersorten steigt außerdem der Oxalsäuregehalt, sodass der Verzehr gesundheitliche Beschwerden verursachen kann.

Auch für zweijährige Zierpflanzen ist der Juni der richtige Aussaattermin. Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Islandmohn und Goldlack erblühen im nächsten Frühjahr, wenn sie jetzt gesät werden. Königskerze, Stockrose, Fingerhut und Bartnelke kommen im nächsten Sommer zur Blüte.

 

 

Königskerzen, Stockrosen, Fingerhut und Co. sorgen für einen Bauerngarten-Look (Foto: Kerstin Riemer/Pixabay)

 

Der Juni ist außerdem der richtige Zeitpunkt, um im Frühjahr blühende Stauden wie Steinbrech, Mohn, Schwertlilien, Bergenien und Grasnelken zu teilen.  Für Bergenien und Schwertlilien ist das Teilen sogar eine Verjüngungskur, die hilft dem Verkahlen der Mitte des Wurzelstocks vorzubeugen. Dazu werden die Pflanzen ausgegraben und die alten Mittelstöcke herausgeschnitten. Die Schnittstellen verheilen im Sommer schnell. Um das Anwachsen der geteilten Stöcke zu fördern, werden auch die Blätter auf zirka 10 Zentimeter eingekürzt.

Fast alle Beerensträucher lassen sich durch Absenker vermehren. Ob Brombeere, Johannisbeere, Maibeere oder Stachelbeere, man kann einen Vorjahrestrieb anritzen, die geritzte Stelle in eine kleine Bodenmulde drücken und mit Draht fixieren. Danach wird der Trieb an einem kleinen Stab wieder aufgerichtet. Im kommenden Jahr wird er eigene Wurzeln entwickelt haben. Dann ist es Zeit den Trieb von der „Mutterpflanze“ zu trennen und an einen eigenen Standort umzupflanzen.

 

 

Ökotipp des Monats

Schatten tut den Pflanzen gut

In klimafitten Gärten kommt es nicht nur darauf an, den Boden stets bedeckt zu halten, um zu starke Verdunstung zu vermeiden. Auch Schattenwürfe von Bäumen und Büschen können für Beetpflanzen ein guter Schutz sein. Bauwerke mit Gründächern heizen sich nicht so stark auf, wie Bauwerke mit Blech- oder Dachpappeneindeckung. 

Auch die Wände von Gartenhäusern lassen sich mit Kletterpflanzen leicht begrünen. Und wer sich für Wein, Kiwi, Akebie (Klettergurke) oder Bohnen entscheidet, hat den Platz am Haus gleich noch für den Obst- und Gemüseanbau genutzt.

Foto: no_second_best/Pixabay

Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V und dem sächsischen Verbandsjournal "Unser Kleingarten" veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK und dem Journal kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V ist der
Dachverband der Kleingärtner in Sachsen mit Sitz in Dresden.

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Das sächsische Verbandsjournal
Garten-Ratgeber für Kleingärtner und Hobbygärtner mit praktischen Gartentipps zum ökologischen und nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau sowie naturnahem Gärtnern.

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