Winterruhe und Geschäftigkeit
Zum Jahresanfang heißt es im Garten Ruhe bewahren. Verblühte Pflanzenstängel, Laubhaufen, Totholzhecken und Totholzhaufen sollten unberührt bleiben. Damit kann vielen Tieren durch den Winter geholfen werden, denn Igel, Insekten, Spinnen und viele andere Lebewesen finden hier Schutz. Auch die Bodenlebewesen verdienen Winterruhe.
Januar mit Schnee und Eis
Vögel, Insekten und Co. profitieren von der Ruhe im Garten (Foto: oldiefan/Unsplash)
Vorarbeiten für die neue Saison
Wer die Möglichkeit hat, Regenwasser in frostsicheren Gefäßen oder unterirdischen Zisternen aufzubewahren, kann bei längeren trockenen Perioden maßvoll gießen. Das gilt vor allem für immergrüne Pflanzen und Kulturen in Hochbeeten und Kübeln.
An frostfreien Tagen kann mit dem Obstbaumschnitt bei Apfel, Birne, Mispel und Quitte begonnen werden. Beim Auslichten der Kronen gilt die Faustregel: Lieber wenige beherzte Schnitte als viele kleine Schnittwunden.
Im Haus beginnt bereits die nächste Gartensaison. Neben der Planung der Belegung der Beete, der Fruchtfolgen und Mischkulturpartnerschaften können schon erste Keimproben gemacht werden. Paprika, Chili, Auberginen und Kapstachelbeeren kommen am hellen Fensterbrett in die Aussaatgefäße. Ins Freiland können Möhren, Pastinaken und Spinat gesät werden. Zur Ernte stehen Wirsingkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Winterlauch und Spinat.
Ökotipp des Monats
Beheizte Vogeltränke
Mit einem Grablicht und einem umgedrehten Tontopf lässt sich einfach eine beheizte Vogeltränke bauen. Einfach einen großen Tontopf über ein Grablicht stülpen und auf dem Topfboden einen Tonuntersetzer mit Wasser platzieren. Der Topfrand darf nicht mit dem Erdboden bündig abschließen, damit das Grablicht genügend Sauerstoff bekommt und nicht erlischt.
Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor


