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Schichtaufbau und Wurmkompost in Hochbeeten

Wer mit Hochbeeten gärtnert, sollte spätestens im April alle vorbereitenden Arbeiten ausführen. Nicht nur ein neu angelegtes Hochbeet wird jetzt befüllt, auch bei älteren Hochbeeten sollte das im Verlauf der vergangenen Saison abgesackte Substrat wieder aufgefüllt werden. Wie das am besten gelingt und weitere Gartentipps für den Monat April gibt es hier.

Tipps zum Hochbeet

Dabei hat sich folgende Mischung bewährt: ein Drittel Kompost, ein Drittel Gartenerde und ein Drittel mineralische Komponenten wie zum Beispiel Quarzsand oder Ziegelsplitt. Alle fünf bis sechs Jahre sollten Hochbeete komplett beräumt und neu aufgesetzt werden. Dabei wird zunächst eine Lage aus Gehölzschnitt und grobem Holzhäcksel eingebaut. Auch grober Kies oder andere grobe mineralische Materialien können in der untersten Schicht verwendet werden, denn diese Schicht dient der Drainage und damit der Vorbeugung von Staunässe. Die nächste Schicht besteht aus fein gehäckselten Gartenabfällen, erstem Grasschnitt und anderen Pflanzenresten. Auch unbehandeltes Stroh kann in dieser Schicht verarbeitet werden. Strohballen aus Dekorationen von Bau- und Gartenmärkten sind oft mit Flammschutzmitteln imprägniert und eignen sich deshalb nicht. Die nächste Schicht besteht aus trockenem und nassem Laub. In dieser Schicht beginnen sehr schnell intensive Verrottungsprozesse, die die obere Hochbeetschicht erwärmen. Die oberste Schicht besteht aus Gartenerde mit gesiebtem Kompost. Sechs Liter Kompost auf den Quadratmeter sind auch für stark zehrendes Gemüse ausreichend.

 

Hochbeete befüllen ist leichter als man denkt (Foto: Ulrike Mai/Pixabay)

Sonderformen von Hochbeeten

Sonderformen von Hochbeeten sind Kartoffeltürme und Erdbeerpyramiden. Hier wachsen die Pflanzen nicht nur oben horizontal, sondern auch vertikal nach allen Seiten. Das muss beim Aufbau der Schichten beachtet werden.

Wer genügend Platz hat, kann auch ein Schlüssellochbeet errichten. Die Aufschichtung erfolgt hierbei wie bei klassischen Hügel- oder Hochbeeten. Der Unterschied ist, dass Schlüssellochbeete in ihrem Zentrum einen integrierten Kompostbereich haben, der über die gesamte Saison mit frischen Pflanzabfällen befüllt werden kann. Dieser Kompostbereich wird durch gesteckte Holzlatten oder Drahtgeflechte vom eigentlichen Beet getrennt und liegt im Zentrum des Beetes. Kompostwürmer können ins Beet einwandern und verbessern dort die Bodenqualität. Zur Nahrungsaufnahme kehren die Würmer in den Kompostbereich zurück.

 

 

Ökotipp des Monats

Von Wurmvasen und Kompostwürmern

Wer auch in kleineren Hochbeeten Kompostwürmer fördern möchte, kann eine Wurmvase einsetzen. Wurmvasen sind Tongefäße mit Löchern in den Seiten und einem Deckel. Ins Innere der Vase werden Kompostwürmer mit frischen Pflanzenresten und Gemüse- oder Obstschalen gesetzt. Die Würmer fressen das Pflanzenmaterial und verbessern mit ihren Ausscheidungen den Kompostgehalt des Hochbeetes. Über den Deckel der Vase kann kontinuierlich Pflanzenmaterial nachgefüllt werden.
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Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V und dem sächsischen Verbandsjournal "Unser Kleingarten" veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK und dem Journal kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

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