Ökotipp des Monats

Zigarettenkippen auf den Wegen

Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen auf den Gartenwegen oder sogar in den Kleingärten sind nicht nur unschön, sondern können sogar gefährlich sein. Zigarettenkippen gehören in den Restmüll. Auf keinen Fall dürfen sie auf den Kompost. Sie enthalten Nikotin, Kadmium, Blei, Arsen, Benzol, Dioxin, Blausäure und andere Gifte.

Nicht nur kein schöner Anblick, sondern sogar gefährlich. Die Gifte können in das Grundwasser ausgewaschen werden. Das Nikotin einer Kippe kann 1000 Liter Wasser verunreinigen. Die Filter bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat, und es dauert bis zu 15 Jahre, bis sie restlos zersetzt sind.



Bläst der April mit beiden Backen, gibt es viel zu jäten und zu hacken

Im April nimmt das Gartenjahr so richtig Fahrt auf. Im Freiland können nun zahlreiche Gemüse gesät werden. Mairüben, Mangold, Erbsen, Linsen, Salatrauke und Schwarzwurzel seien hier als Beispiele genannt. Ebenfalls ins Freiland gesät werden Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Dill. Auch wenn eine Bauernweisheit lautet „Legst Du die Kartoffel im April, dann kommt sie, wann sie will …“ können vorgekeimte Kartoffeln schon im April ins Beet. Dabei sollten die jeweiligen Vorjahreskulturen beachtet werden.

Der klassische Wechsel von Starkzehrern, Mittelstarkzehrern und Schwachzehrern sowie einem Jahr Ruhe mit Gründüngung beugt der Bodenmüdigkeit vor. Um die Humusschicht zu stärken, wird Kompost bei der Vorbereitung der Beete eingearbeitet. Frostharte Jungpflanzen können ins Beet gesetzt werden. Für Spargel, Rhabarber und Steckzwiebeln ist jetzt die richtige Pflanzzeit. Wer für die kommende Gartensaison eine Pilzkultur plant, sollte schon jetzt damit beginnen. Im April ist für Obst- und Wildobstgehölze sowie für Ziergehölze und Rosen ein guter Pflanzzeitpunkt.

In den Erdbeerbeeten gilt es nun die ersten Blüten vor Nacht- und Spätfrösten zu schützen. Außerdem leisten Schneckenschutzzäune oder Pflanzringe aus Zinkblech gute Dienste. Zwischen die Erdbeerpflanzen gesteckte Knoblauchpfl anzen schützen die Erdbeeren vor Pilzerkrankungen.

Wer im Sommer Perlschläuche oder Tröpfchenbewässerungssysteme verwenden will, sollte die entsprechenden Anschlüsse und Leitungen verlegen.

Etwas Schutz benötigen nach der Ansaat Kulturen wie Knollenfenchel, Porree, Kapuzinerkresse und Neuseeländer Spinat.

Im Warmen können zum Beispiel Zucchini, Kürbisse und Gurken sowie die Kräuter Basilikum, Melisse, Oregano, Thymian, Majoran und Salbei sowie Sommerblumen wie Zinnien, Astern und Edelwicken gesät werden.

Die schon seit dem zeitigen Frühjahr auf der Fensterbank heranwachsenden Chili-, Paprika- und Tomatenpfl änzchen können in den Mittagsstunden immer häufi ger zum Abhärten ins Freie gestellt werden.

In einem gut organisierten Kleingarten gibt es im April auch schon allerlei zu ernten. Neben Rhabarber und den ersten Radieschen bringen Winterpostelein, überwinterter Mangold, Schnittlauch und Spinat Vitamine auf den Speiseplan.

Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V ist der
Dachverband der Kleingärtner in Sachsen mit Sitz in Dresden.

Hier geht es zur Seite: https://www.lsk-kleingarten.de/