Hitze und Dürre im Hochsommermonat Juli

Rein phänologisch betrachtet beginnt der Hochsommer mit der Reife des Sommergetreides. In der Vergangenheit war das meist Mitte Juli der Fall. Mit dem voranschreitenden Klimawandel verschieben sich solche althergebrachten Zuschreibungen. Die Meteorologen sprechen von einem Hochsommertag bei Temperaturen höher 30° Celsius. Nach dieser Lesart wäre 2026 auch der Juni schon ein Hochsommermonat gewesen.

 

Die Gärtnerinnen und Gärtner sehen sich durch anhaltende Hitze und damit einhergehende Dürre vor besondere Herausforderungen gestellt. Jetzt ist kluges Wassermanagement und Mulchen gefragt. Je trockener das Mulchmaterial, desto dicker darf die Mulchschicht ausfallen. Heumulch zum Beispiel darf Gemüsepflanzen fasst vollkommen bedecken. Das schützt die Pflanzen auch vor Sonnenbrand. Durch Totholzhaufen können die Käferpopulationen im Kleingarten unterstützt werden. Laufkäfer und der Schwarze Moderkäfer sind ausgezeichnete Schneckenjäger.

Auch Beerenobst sollte beschattet werden, um Sonnenbrand an Früchten und Blättern zu verhindern. Langfristig ist es klug, Gehölze im Garten so zu staffeln, dass die höheren Bäume dem Beerenobst und den Gemüseflächen Schatten spenden. So spart man sich die aufwendige Beschattung durch Sonnensegel oder Vliese.

 

 

Vögel und Insekten freuen sich im Sommer über flache Trinkschalen zum Abkühlen und Baden (Foto: Pixabay).

 

Ende Juni bis Anfang Juli ist bei Obstbäumen die richtige Zeit für den Sommerriss. Junge, unerwünschte Triebe werden mitsamt den am Triebschaft sitzenden schlafenden Augen vom Altholz gerissen. Wenn solche Triebe nur geschnitten werden, treiben die am Altholz verbleibenden schlafenden Augen wieder aus.

Holz und Laub aus dem Ernteschnitt von Pfirsichen, Süß- und Sauerkirschen wird gehäckselt und als Mulch unter Beerensträuchern oder auf Wegen ausgebracht oder im Kompost eingearbeitet. Kleine oder beschädigte Früchte, die im Junifruchtfall nicht abgeworfen wurden, sollten nun ausgepflückt werden, damit die verbleibenden Früchte bessere Entwicklungschancen haben.

Von Gehölzen, Stauden und Kräutern können im Juli Stecklinge geschnitten werden. Dabei muss auf gesundes Ausgangsmaterial und saubere Schnittwerkzeuge geachtet werden. Die meisten Stecklinge benötigen hohe Luftfeuchtigkeit, um Wurzeln zu bilden. Die Gartenschere kann mit Essigessenz, hochprozentigem Alkohol oder heißem Wasser desinfiziert werden. 

 

 

Ökotipp des Monats

Gesundkur für Gurkenpflanzen

Gurkenpflanzen gedeihen besser, wenn pro Pflanze eine Handvoll getrockneter Kaffeesatz eingearbeitet wird. Mit Brennnesseljauche kann zudem eine optimale Nährstoffversorgung sichergestellt werden. Zudem wirkt das Gebräu leicht abschreckend auf Schädlinge.

Ein Gemisch aus Wasser und Rohmilch im Verhältnis 5:1über die Pflanzen gesprüht hilft gegen Pilzkrankheiten.
 

Foto: Tom analogicus/Pixabay

Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V und dem sächsischen Verbandsjournal "Unser Kleingarten" veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK und dem Journal kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V ist der
Dachverband der Kleingärtner in Sachsen mit Sitz in Dresden.

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Das sächsische Verbandsjournal
Garten-Ratgeber für Kleingärtner und Hobbygärtner mit praktischen Gartentipps zum ökologischen und nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau sowie naturnahem Gärtnern.

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