Ökotipp des Monats

Gejäteter Löwenzahn kann zu Jauche verarbeitet werden, die die Kulturpflanzen kräftigt. 2 kg frische Blätter und Blüten in 10 l Wasser zugedeckt für zwei bis drei Wochen ansetzen. Dann abseihen und unverdünnt über Pflanzen und Boden spritzen. Junge Pflänzchen 1:5 verdünnt gießen. Löwenzahnjauche regt das Wachstum an und verbessert die Qualität der Früchte.

Löwenzahn ist beileibe nicht nur Unkraut im Garten, sondern kann zu Jauche verarbeitet und als natürliches Pflanzenstärkungsmittel verwendet werden.

 

Mairegen auf die Saaten – dann regnet es Dukaten

Auch wenn Dukaten als Zahlungsmittel seit dem 19. Jahrhundert aus der Mode gekommen sind, leuchtet es ein, dass ausreichende Feuchtigkeit für die Saaten und damit für das weitere Wachstum von Vorteil ist.

Für Freilandsaaten wie Chicorée, Erbsen, Möhren, Pastinaken, Porree, Rettiche und Rote Rüben ist Regen im Mai also hochwillkommen. Mangold, Salate und alle Kohlsorten sowie Kräuter wie Borretsch, Dill, Petersilie und Schnittlauch und Sommerblumen wie Cosmeen, Malven, Mohn, Ringelblumen, Sonnenblumen und Studentenblumen können direkt ins Beet gesät werden.

Für unter Vlies geschützt ausgebrachte Saaten muss unter Umständen die Gärtnerin oder der Gärtner für ausreichend Feuchtigkeit sorgen. Buschbohnen, Fenchel, Kapuzinerkresse, Indischer und Neuseeländer Spinat sowie Stangensellerie sind Kandidaten für diese Art der Aussaat. Auch Astern, Wicken und Zinnien benötigen nach der Aussaat etwas Schutz. Im Gewächshaus werden die vorgezogenen Auberginen, Chili, Gurken, Melonen, Paprika und Tomaten gepflanzt.

Auf dem hellen Fensterbrett können Gurken, Melonen und Kürbisse in die Anzuchtgefäße gesät werden. Auch für Kräutersaaten von Basilikum, Bohnenkraut, Koriander, Majoran, Minze, Thymian und Zitronenmelisse ist das der richtige Ort.

Wo immer die Saaten auflaufen, sollten zu dicht stehende Jungpflanzen vereinzelt werden. Parallel aufgehende Beikräuter werden mit Hacke oder Sauzahn entfernt oder von Hand gezupft .

Sobald die Kulturpflanzen kräftig genug sind, kann mit dem Mulchen begonnen werden, um die Beete vor unnötiger Austrocknung zu schützen. Hierbei leistet frischer Rasen- oder anderer Grünschnitt gute Dienste. Zwischen Erdbeeren hat sich Stroh als Mulchmaterial bewährt. Je trockner das Mulchgut ist, desto dicker darf die Mulchschicht ausfallen. Regelmäßige Kontrolle auf Schnecken und deren Gelege hilft Fraßschäden einzudämmen. Absammeln ist die natürlichste Form der Schneckenbekämpfung. Selbst Bio Schneckenkorn schadet auch Schnegeln und Gehäuseschnecken und ist deshalb nicht zu empfehlen.

Zur Ernte stehen im Mai unter anderem erste Salate, Kresse, Rhabarber, Rauke, Schnittlauch, Spargel, Zwiebelgrün und die sibirischen Blaubeeren, die ihren Beinamen Maibeeren völlig zurecht tragen.

Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V ist der
Dachverband der Kleingärtner in Sachsen mit Sitz in Dresden.

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